Es geht wieder steil...
... und mittendrin ein neuer, alter Verein in der polnischen Ekstraklasa - der GKS Belchatow.
Der interessierte Beobachter fragt sich nun, wie kann es sein, dass der GKS als 5. der Tabelle in der 2.polnischen Liga das Aufstiegsrecht einnehmen konnte? Die Antwort ist bedenklich. Die Fans des GKS haben während der letzten Saison die kompletten Stadien der Gegner buchstäblich auseinander genommen. Weder Legia, noch Odra, noch die beiden Lodzer Vereine haben augenblicklich ein erstligataugliches Stadion. So blieb nur der GKS als Aufsteiger, der nun seinem Namen als Randalemeister wohl in der Ekstraklasa wieder alle Ehre machen kann.
Für dieses Projekt haben sie sich auch noch den "pyro-affinen" Headcoach SVKoweger an Land gezogen, der bereits vor vielen Jahren in Belchatow sein Unwesen trieb. Damals war aber irgendwann aufgrund von dauernder Erfolglosigkeit Schluss.
Doch warum verlässt Koweger das blaue Schiff in Poznan. Nun, wahrscheinlich hat er Respekt vor der Dreifachbelastung mit der Champions League. Er ist diesen Wetbewerb einfach nicht gewöhnt. Zudem soll Belchatow ein "Handgeld" von 50 Kilo polnischen Sylvestermaterials geboten haben.
Bald wird man sehen ob SVKoweger mit seiner alten Liebe wieder glücklich wird. Für Schlagzeilen wird er auf jeden Fall sorgen.
Alles auf Null
Nach einer eher durchwachsenen vergangenen Saison für Polonia und Trainer Tsubastian startet morgen die neue Spielzeit in Polen. Viele Anhänger erhoffen sich ein besseres Abschneiden als zuletzt. In der Liga konnte man nicht wirklich was reißen, spielte eher die ganze Zeit gegen den Abstieg. Oft hielt das Team bei den Favoriten gut mit, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Man hat Lehrgeld bezahlt und möchte nun von Spiel zu Spiel und Saison zu Saison wachsen, um es vielleicht in absehbarer Zeit wieder in den Europapokal zu schaffen. Hatte man dort doch die einzigen Lichtblicke in der abgelaufenen Spielzeit. Erst im Achtelfinale verlor man gegen den späteren Pokalgewinner AEK Athen im Elfmeterschießen. An diesen tollen Europapokalabenden muss sich die Mannschaft motivieren, um hoffentlich bald aus dem Niemandsland der Tabelle zu kommen. Ein Grundlegender Baustein dafür ist natürlich, dass die Punkte zu Hause nich weggegeben werden dürfen. Auch nicht gegen den amtierenden Meister aus Lubin!
Auf geht´s Polonia!
Polizei alarmiert
Gdansk - Nach den neuesten Informationen des polnischen Verbands soll es in der polizeilichen Verwaltung laut zugegangen sein im Norden. Man konnte sich nicht einig werden, wie man Herr der Lage bleiben soll. Verschiedene Pläne stehen zur Diskussion - unter ihnen der Ausschluss von Fans.
Auf Nummer sicher wolle man gehen, ließ man auf der PK der Polizei verlauten, nachdem bekannt wurde, dass GKS Belchatów wieder in der Ekstraklasa mitspielen würde. Die Art der Beziehung zwischen SVKOWEGER und Kai deute nach Meinung von internen Papieren darauf hin, dass man die Stadt ähnlich abriegeln sollte, wie dies bei Spielen zwischen Cracovia und GKS bzw. Lech gemacht wurde.
"Es wurde intern besprochen den Verband zu bitten, die Spiele unter Ausschluss der Fans auszutragen", so Polizeipräses Sicherski. Doch bereits bei der Sitzung soll es genug Gegner für diesen Plan gegeben haben. Einige sollen - nicht zu unrecht - der Meinung gewesen sein, dass der Verband hier eh nicht mitspielen würde.
Schon ist die Rede von Ganzkörperscannern. In Polen sieht man diese nichtmal an Flughäfen und will sie nun eventuell in Gdansk testen. "Andere Kontrollen könnten Ewigkeiten dauern. Die Fans wollen einfach nicht 4 Stunden vor Anpfiff bereits erscheinen und so lange im Sicherheitsbereich warten."
Unbeeindruckt von dem ganzen Gerede trainierte unterdessen die Mannschaft zusammen mit Trainer Kai. Man wolle sich nichts anmerken lassen. Für die Mannschaft sei dies kein Thema. Sie glaube an die Fans und ist der Meinung, dass alles ruhig verlaufen würde.
Wenn man sich da mal nicht täuscht..
Weiter gehts
Eine neue Saison startet in Polen. Noch nie hatte Slask Wroclaw eine so gute Startposition in der Ekstraklasa wie zu dieser Saison: Ein Lohn fuer die Erfolge in Pokal (gewonnen! gegen Absteiger Wisla Krakow) und Champions League (leider chancenlos gegen Manchester United). Wenn man sich ueberlegt, wo der Verein vor nicht allzu langer Zeit stand, grenzen die aktuellen Erfolge an ein Fussball Wunder. Nicht ganz so verklaert sieht das Trainer Fred Glichter: Fuer ihn liegt die Wurzel des Erfolges in (seiner) nachhaltigen Taetigkeit und ueberhaupt an (seinem) persoenlichen Wirken. Den Fans ist es Wurscht: Hauptsache, Slask steht oben. Oder ganz oben. In diesem Sinne werden die Saisonziele hoch gesteckt: Unter einer Meisterschaft plus ein Pokal (egal welcher) geht nix. Demzufolge ist die Mannschaft entsprechend nervoes. Klar ist, wenn kurzfristig die Saisonziele aus dem Blick geraten, dann stehen Turbulenzen ins Haus.
Lubin Jäger statt Gejagter - Druck liegt bei Cracovia
Es geht wieder los: Die Spielzeit 2013/3 der polnischen Ekstraklasa steht vor der Tür. Und wie vor jeder Saison, so gibt es auch diesmal die eine oder andere Veränderung: Mit Knetel Zerrovska hat eine langjährige Trainerin leider ihren Verein verlassen,
Wisla Kraków befindet sich nun doch nicht mehr in der Liga, dafür ist
Belchatów zurück.
Zaglebie Lubin mit Coach Floyd geht als amtierender Meister in die neue Spielzeit, sieht sich aber keinesfalls in der Rolle des Gejagten (oder gar des Favoriten):
Floyd: "Noch nie in der Geschichte der Ekstraklasa konnte ein Verein den Meistertitel verteidigen. Von daher können wir ganz entspannt in die neue Saison gehen. Nach dem Gesetz der Serie ist jetzt erst einmal wieder
Cracovia unter Zugzwang. Auf denen lastet der Erwartungsdruck, nicht auf uns. Viel besser als wir es in der vergangenen Spielzeit getan haben, kann man im Grunde eh nicht spielen. Von daher setzen wir jetzt mental erst einmal wieder alles auf Null und laden uns von vornerein erst gar keine überzogene Erwartungshaltung auf, die eh kaum zu erfüllen wäre. Wir sehen uns nicht als Verteidiger von irgendetwas, sondern gehen mit einer Jägermentalität in die Saison 2013/3. Und dann schauen wir einfach mal, was dabei so rumkommt..."
Zum Auftakt geht es für die Lubiner gegen
Arka Gdynia (H),
Polonia Warszawa (A) und
Górnik Leczna (A).
Paukenschlag in Polen...
Viel wurde in der letzten Saison darüber spekuliert, doch so richtig glauben wollte es niemand. Nun ist es aber gewissheit. SVKOWEGER wechselt zu GKS Belchatow und kehrt somit zurück zu seinem alten Verein. Lange hatte SVKOWEGER über die Machenschaften der damaligen Verbandsspitze geschwiegen. Doch Polileaks veröffentlichte brisante Details, unter anderem zu dem Wechsel von SVKOWEGER in den Balkan. Laut Polileaks tat SVKOWEGER dies damals nur um seinen Verein GKS zu retten. Doch jetzt unter der neuen Führung des PZPN, will der Trainer einen Neuanfang starten.
Niemand hätte dies für möglich gehalten, da einerseits bis zuletzt nicht feststand ob GKS überhaupt aufsteigen darf und ob andererseit SVKOWEGER wirklich auf die Teilnahme an der Champions League verzichten will. Nachdem aber der Verband grünes Licht für den Aufstieg von GKS gegeben hatte war es ihm eine "echte Herzensangelegenheit" Belchatow wieder zu trainieren. Die Fans zeigten sich euphorisch und so kamen zum ersten Training über 3500 Zuschauer. Nun soll erstmal die Klasse gehalten werden um später an alte glorreiche Zeiten von GKS anzuknüpfen. Fest steht zumindest... der Verband und die Polizei in Polen haben 12 große Probleme am Hals. Eines davon schon am 1. ZAT - 3. Spieltag... Niemand kann einschätzen was in Gdansk passieren wird... wenn SVKOWEGER auf Kai trifft... beziehungsweise auch die Fans von GKS auf den Hauptverantwortlichen für den Abstieg Belchatows...
PK zum Saisonstart
Gdansk - Nach der besseren Platzierung als Konkurrent Gdynia in der letzten Saison sind noch nicht alle Spieler wieder von den Feierlichkeiten erholt. Einziges Eregnis vor der neuen Saison ist die Bestätigung des Trainers in seinem Amt.
"Wir wollen weiterhin mit Trainer Kai arbeiten. Darauf haben wir uns am letzten Wochenende verständigt." Immer öfter wurde der Trainer auf Usedom in Swinoujscie gesehen, so dass die ersten bereits annahmen, dass er sich dorthin absetzen wolle, obwohl man alle Saisonziele erreicht hatte. Die Vorstandsetage sah sich somit genötigt, eine klare Position zu beziehen.
"Ich bin gerne hier", bestätigte auch Kai, "Man trainiert immer gerne den Verein, der seiner Geburtsstadt nahe ist. Das hat etwas Spezielles." Auf Fragen im Bezug auf seine Zukunft über die Saison hinaus wollte er nicht antworten. Man habe noch einen Vertrag für eine ganze Spieltzeit und den wolle der Trainer erfüllen
Auch wurde bereits verkündet, dass die Mannschaft im Laufe der Woche mit dem Training beginnen wird. Nachdem man vor Arka die Saison beendet hatte, gab es einige Feierlichkeiten in der Stadt, die nicht jeder Spieler unbeschadet überstanden haben soll. Angeblich hatte bespielsweise Mittfeldspieler Rafal Wulanski beim Feiern mit Fans einen Türrahmen errwischt. So zumindest war die offizielle Erklärung für das blaue Auge und die Wunde im Gesicht.
Saisonziele wollte man in dieser Woche noch nicht formulieren. Im zweiten Jahr seien diese zwar gestiegen, doch wolle man sich nicht unnötig unter Druck setzen lassen. Alles andere als der Klassenerhalt sei nicht angepeilt.
Saisonbeginn
In Bialystok hat man begonnen sich auf die neue Saison vorzubereiten. Trainer Rabbit sagte unterdessen, dass er es sich reiflich überlegt hat und zu dem Entschluss gekommen ist, noch ein weiteres Jahr in der höchsten polnischen Spielklasse dran zu hängen. Ihm macht die Arbeit an sich Spaß, auch wenn es letztes Jahr nicht so gut lief für ihn und sein Team. Aber er will nicht als der Trainer mit einer so dermaßen schlechten Endplatzierung da stehen, sondern am liebsten mit einem Titel sein Ende einer Ära einläuten. Bis hierhin ist es aber ein weiter Weg. Damit der Weg erfolgreich beschritten werden kann, werden viele Dinge nötig sein, erläuterte indes der Trainer. Deswegen fängt Bialysto auch mit einer frühzeitigen Vorbereitung an. Man merkt den Jungs an, dass sie die Schmach der letzten Saison noch nicht verdaut haben und wieder angreifen wollen. Aber wie es wirklich in den Köpfen aussieht, darüber weiß man erst zu Beginn der neuen Saison mehr...
Geglückter Start
Zaglebie Lubin ist gut in die Spielzeit 2013/3 gestartet: Mit einem 3:0 daheim gegen
Arka Gdynia sowie einem 4:1 auswärts bei
Polonia Warszawa gelangen dem Team von Coach Floyd zum Auftakt direkt zwei Siege. Außerdem gab es eine 0:3-Niederlage bei
Górnik Leczna. In der Tabelle der Ekstraklasa liegt Zaglebie damit nach dem ersten ZAT mit sechs Punkten auf Platz 4.
Floyd: "Gut in eine neue Saison zu starten ist natürlich immer hilfreich. Nun gilt es, an diese Resultate in den kommenden Partien anzuknüpfen."
Als nächstes spielen die Lubiner gegen
Slask Wroclaw (H),
Lechia Gdansk (A) und
Jagiellonia Bialystok (H).
Gdansk steht noch
Gdansk - Nach dem Spiel gegen GKS kann man zusammenfassend sagen, dass viel Wind um nichts gemacht wurde. Das Team siegte souverän gegen den Aufsteiger und die Fans konnten sich auch ordentlich verhalten.
In Gdansk gibt es in diesen Tagen nichts zu klagen. Die ersten Spiele konnten daheim gewonnen werden und beim Konkurrenten aus Gdynia läuft sowieso nichts mehr. Der Fan in Grün und Weiß ist geneigt zu sagen, dass die Saison gut gestartet ist.
"Wir sind zufrieden. Mit 6 Punkten sind wir sehr gut dabei, so dass wir diese Saison eventuell wieder um die internationalen Startplätze mitspielen können", berichtete Trai Kai.
Einfacher sollte dies nicht werden. Die Mannschaften sind lange nicht mehr so leicht zu überraschen im zweiten Jahr.
Zufrieden mit der sportlichen Situation ist auch die Polizei in der Stadt. Je besser das Team spielt, desto ruhiger sind die Fans und desto weniger Arbeit gibt es. Dass man nun jedoch auch zum Derby gegen Gdynia angefordert wurde, trübt ein wenig die Zufriedenheit.
"Es ist doch wohl klar, dass wir auf Sieg spielen und die 3 Punkte holen werden", schrien die Fans bereits am Montag in die Kameras. Hier scheint jeder bereits sicher zu sein, dass diese Saison keine Zitterpartie wird und man im Norden ganz sicher die Nr.1 bleibt.
Optimaler Start
Mit 9 Punkten aus drei Spielen ist man in Bialystok sehr zufrieden mit der Ausbeute des ersten Zats.Nun hat man allerdings 2 Auswärtsspiele, wodurch das Tabellenbild nach dem nächsten Zat ein wenig bereinigt sein dürfte. Dennoch lässt der erste Zat darauf hoffen, dass diese Saison besser wird als die vorangegangene, in der man sehr schlecht in der Ekstraklasa abgeschnitten hat. Aber die Saison ist bekanntlich lang und so wartet auf die Jungs von Trainer Rabbit ein langer Weg, den sie möglichst erfolgreich begehen wollen. Trainer Rabbit indes verweist auf die gute Vorbereitung und die Planungen, die schon während der letzten Saison begonnen haben, da es da um nichts mehr ging. So haben sie sich einen Vorteil zu Gute kommen lassen, den sie jetzt ausnutzen. Aber auch er verweist auf die lange Saison. Insgesamt merkt man, dass sie in Bialystok alle glücklich sind zur Zeit, aber ob das noch nach dem nächsten Zat der Fall sein wird, werden wir sehen....
Alles ruhig
Das erste echte Risikospiel der Saison ist vorbei und widererwartend ist alles ruhig geblieben zwischen dem Neuling aus Belchatow und den rot-weißen Kriegern aus Krakow. Woran es liegt, weiß keiner so recht. Manche munkeln die Trainer wären zurzeit mehr mit sich selbst beschäftigt anstatt irgendwelche Aktionen mit den Fans zu starten. Andere wiederum sagen, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm ist; immerhin gibt es ja noch genügend Spiele beider Kontrahenten gegeneinander.
Jedenfalls siegte Belchatow mit leichter Mithilfe der Schiedsrichter 3:1. So richtig Notiz nahm aber kaum jemand davon. Auch beim Pokalspiel blieb alles ruhig (hier siegte Cracovia in heimischen Gefilden). Auch die geplante Choreo der Krakauer Fans wurde kurzfristig abgesagt. Es waren schlicht zu wenig Auswärtsfans angereist um das Großprojekt würdig zu präsentieren.
Nun wird man sehen wie die Saison weitergeht. Eins scheint jedoch deutlich zu werden. Die Gangart des Verbandes ist merklich rauher geworden. Es gibt zahlreiche Verbote und andere Schikanen, insbesondere für Auswärtsfans. Man wird sehen ob sich die Fans erfolgreich dagegen auflehnen können oder ob der polnische Fußball mitsamt der Fankultur ausstirbt.
Vollgas
Ganz getreu dem von Coach Floyd ausgegebenen Motto, in dieser Saison Jäger statt Gejagter sein zu wollen, hat Zaglebie Lubin am vergangenen ZAT mal so richtig Gas gegeben: Mit 6:0 bzw. 6:2 wurden
Slask Wroclaw und
Jagiellonia Bialystok aus dem heimischen Stadion gefegt. Auswärts gab es eine 0:1-Niederlage bei
Lechia Gdansk. In der Tabelle konnten die Lubiner damit von Rang 4 auf 2 vorrücken und liegen aktuell zwei Punkte hinter Spitzenreiter
Górnik Leczna.
Floyd: "Solche überzeugenden hohen Siege sind natürlich immer etwas Tolles, speziell für unsere Fans. Und wir wollen selbstverständlich auch weiterhin an die guten Leistungen anknüpfen, die wir bisher diese Saison zeigen konnten. Jedoch sollte man solche Ergebnisse jetzt bitte nicht Woche für Woche erwarten. Allein Spiele zu gewinnen bzw. überhaupt zu punkten ist in dieser Liga schwierig genug. Dessen sind wir uns hier bei Zaglebie alle voll bewusst.
Als Nächstes stehen für Lubin nun die Duelle mit
Lech Poznan (A),
Cracovia Kraków (H) sowie
PGE GKS Belchatów (A) auf dem Programm."
Schade,
...ist es für den Polnischen Fussball wenn aufgrund von Vermutungen Fans um ihren Fussball betrogen werden. So sah es Trainer SVKOWEGER nach dem Spiel gegen Lechia. Der Verband, Lechia und die Polizei hatten keinen Grund zur Annahme, dass die Fans von GKS Ausschreitungen oder den Einsatz von Pyrotechnik planen. Trotzdem wurde den Anhängern verboten nach Gdansk zu reisen. Somit wurden alle Fans von Belchatow unter Generalverdacht gestellt und ohne jeglichen Grund bestraft. Jahrelang mussten die Anhänger warten bis sie wieder in der Exstraklasa die Spieler ihrer Mannschaft bewundern können und nun sowas. Einige unerschrockene machten sich trotzdem auf den Weg Richtung Gdansk. 2 Busse mit ungefähr 130 Anhängern wurden auf der Autobahn entdeckt und wieder zurück nach Belchatow geschickt. Eine Zugverbindung zwischen den beiden Städten wurde einfach gestrichen. "Wenn solche Verfahrensweisen zum Alltag werden, dann gute Nacht polnischer Fussball". Das es überhaupt keinen Grund dafür gibt zeigen die anderen Auswärtspartien von GKS. Es kam zu keinerlei Vorfällen. Die Vereinsfürhrung von Belchatow hat nun schon reagiert und untersagt den Fans von Lechia die Anreise nach Belchatow im Rückspiel. Wer unsere Fans nicht achtet, wird mit den gleichen Mitteln geschlagen! Sportlich läuft es für den Aufsteiger ganz in Ordnung, dass große Ziel Klassenerhalt soll Stück für Stück erreicht werden, von kleinen Rückschlägen wird man sich in Belchatow nicht beunruhigen lassen.
Alles nach Plan?
Gdansk - Die Vereinsführung zeigte sich zufrieden über die Entwicklung des Vereins. Die Sponsoren haben bereits deutlich gemacht, dass sie weiterhin eine Partnerschaft im Norden ausbauen wollen. Die Fans sind ebenfalls zufrieden, ist man schließlich die Nummer 1 im Norden.
Seit Denman die Meisterschaft im Jahre 2010 geholt hatte waren die Fans nicht mehr so aus dem Häuschen. Damals konnte man sich nicht nur an die Spitze des Nordens setzen, sondern eroberte auch die Krone der Ekstraklasa. Doch nach dem Abstieg und dem erneuten Aufstieg sind die Erwartungen heruntergeschraubt worden.
"Platz 3 sieht doch gut aus, oder?" Diese Aussage des Trainers wird von den Fans voll und ganz unterstützt. Man ist wieder ganz oben und wird vielleicht mit ansehen, wie der große Rivale nach einigen Meisterschaften und jahrelangen Kämpfen um die Spitze nun den harten Gang in die zweite Liga antreten wird. Was will das Fanherz mehr?
Auch die Vereinsführung zeigte sich in den letzten Tagen besonders zufrieden. Auf dem dritten Platz winkt die Teilnahme an der Championsleague. Gelder in vor zwei Jahren ungeahnten Höhen sind zum Greifen nahe.
Doch der Trainer drückt auf die Bremse. "Wir haben nun einige Auswärtsspiele vor uns. Die Reisekilometer werden an den Kräften zehren. Es sieht also gerade gut aus, aber im Vergleich zu den anderen Teams werden wir nun sehr viel reisen. Da muss man mit Einbußen rechnen."
Den Fans scheint es egal zu sein. Die Auswärtsspiele werden gut besucht sein. Man soll sogar munkeln, dass einige Fans von Arka bereits übergelaufen seien und sich Spiele von Lechia ansehen wollen. Eine spannende Entwicklung im Norden. Bricht eine neue Ära an?
Zat 3
2 Plätze verloren und dennoch zufrieden. So sieht es nach 6 Spieltagen für die Mannschaft von Trainer Rabbit aus. Das Heimspiel gewonnen, aber die beiden Auswärtsspiele verloren, auch wenn man es gegen Zagliebe Lubin versucht hat mit zwei Auswärtstoren. Aber Floyd, mit dem man sich seit Jahren starke Duelle liefert, so unter anderem bei dem letztjährigen 5:5, hatte mit einer Attacke gerechnet und so verlor man 6:2. Am kommenden Spieltag spielt man nun zwei Mal zu Hause und einmal auswärts, sodass wieder Punkte eingefahren werden müssen. Schließlich will Rabbit mit seinem Team dieses Jahr wieder in den internationalen Wettbewerb kommen und dafür ist eine konstant gute Saison nötig. Irgendwann einmal soll es für ihn sogar der ganz große Wurf sein, also die Meisterschaft, aber ob dies in dieser Saison machbar ist, kann man zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht sagen...
Reise in den Süden
Gdansk - Viele Giftpfeile wurden diese Woche in Richtung GKS geschossen. Die Fans sind bereits jetzt hoch motiviert. Einige sollen bereits ihre Tickets gekauft haben, um ihr Team trotz nicht verkaufter Gästekarten zu unterstützen. Lechia legte bereits Protest beim Verband gegen diese Vorgehensweise ein.
Mehr als ein Kopfschütteln war Trainer Kai nicht zu entnehmen. Ob er denn noch einen Fan erwarten würde im Stadion, wollte man von ihm wissen. "Unsere Fans sind kreativ. Die werden das schon schaffen." Hinter den Kulissen soll bereits ein Protest beim Verband seitens des Vorstandes eingegangen sein. Man könne nicht die Gästefans einfach von den Spielen ausschließen, so die einhellige Meinung im Norden. "Der Verein wird damit am Ende nur den eigenen Fans schaden. Denn wie man in den Wald schreit... sie kennen ja den Rest", so der Präsident.
Die Spieler dagegen haben sich großes vorgenommen. Zuerst wolle man SVKOWEGERS alten Verein in Poznan zuhause auseinandernehmen und dann mit breiter Brust zu ihm selbst reisen. So will man Belchatow richtig weh tun.
"Wir sind gut aufgestellt. Ich rechte mir einige Chancen aus. Das Team ist nun ein wenig befreiter, da man ja nun nicht mehr so wirklich mit dem Abstieg rechnen muss. Darum streiten sich ja Polonia und Lech", verriet der Trainer, als nun endlich Fragen zum Spiel gestellt wurden. "Jetzt wissen wir ja, wieso er nach Belchatow gegangen ist. Erst den Wagen auf die Wand zusteuern und dann noch schnell vorher abspringen.."
Euphorie und Demut...
.. herrschen in Belchatow. Die Euphorie ist ganz klar bei den Fans zu finden. Nach 9 Spielen ist man Punktgleich mit dem Tabellenführer und steht nur wegen des schlechteren Torverhältnis auf Rang 2. Einige träumen schon vom Internationalen Geschäft, doch SVKOWEGER will davon nichts wissen. "Wichtig in dieser Saison ist der Klassenerhalt, alles andere ist nur Zugabe". Realistisch betrachtet ist die Liga einfach zu eng und zu unausrechenbar um nach 9 Spielen eine genaue Zielvorgabe zu formulieren. "Wir müssen einfach von Spiel zu Spiel denken und so Schritt für Schritt Richtung Klassenerhalt steuern". Traurig wird SVKOWEGER wenn er nach Poznan schaut. 3 Punkte aus 9 Spielen, es wird dieses Jahr wohl ganz schwierig für Lech. Ausgerechnet der Champions League Teilnehmer hat die wohl größten Probleme in der Liga. Immernoch wurde kein Trainer gefunden und das macht SVKOWEGER große Sorgen. "Als ich wegging habe ich eine funktionierende Mannschaft hinterlassen, mit Perspektiven und der Teilnahme am Internationalen Geschäft. Ich hätte nie erwartet, dass niemand mein Erbe antreten würde". Bereuen wird der Trainer von GKS diesen Schritt nicht, doch mit Demut schaut er auf seinen ehemaligen Verein. "Alles was ich dort erlebt habe, die tollen Fans, ein schönes Stadion und dieser großartige Verein dürfen nicht kaputt gehen. Der Abstieg wäre eine Katastrophe für diese Stadt und diesen Verein, soweit darf es nicht kommen".
Am 4. ZAT trifft Belchatow auf 3 große Gegner. Zuerst spielt man zu Hause gegen den guten alten Bekannten aus Leczna. Danach muss GKS nach Breslau, um dann zu Hause die Nordlichter aus Gdansk zu empfangen. "Zu Hause machen wir keine Kompromisse, und in Breslau wollten wir schon lange mal wieder was holen". Hingewiesen werde muss noch darau, dass Belchatow keine Anhänger von Lechia in das Stadion lassen wird. Der Gästeblock wurde komplett an den eigenen Anhang verkauft! Eine Anreise macht keinen Sinn!
Punktgleich mit dem Tabellenführer
18 Punkte haben die Mannen von Trainer Rabbit nun nach 9 Spielen. Also genau 2 Punkte pro Spiel. Das ist ein guter Schnitt. Am letzten Wochenende feierte man zwei Heimsiege. Lediglich bei
Slask Wroclaw kam man mit 0 zu 3 unter die Räder. Am kommenden Spieltag spielt man nun zwei mal auswärts (bei
Polonia Warszawa und bei
Cracovia Kraków) und empfängt
Lech Poznan, den derzeitigen Absteiger der Ekstraklasa. Trainer Rabbit, der traditionell jedes Spiel gewinnen will, legt jedoch die Messlatte tiefer: "Nach der auf ganzer Linie verkorksten Saison letztes Jahr wollen wir nun kleine Schritte machen. Natürlich ist die Momentaufnahme schön, aber wir bekommen einfach zu viele Gegentore. Dies wird auf Dauer, also im Laufe einer gesamten Saison, nicht gut gehen. Wir müssen weiter hart arbeiten und versuchen uns in jedem Training zu verbessern."
Back on top - aber dennoch weiter Vollgas
Zaglebie Lubin steht wieder an der Spitze der Ekstraklasa: Erstmals seit dem Ende der vergangenen Saison und dem damit verbundenen Gewinn des Meistertitels grüßt das Team von Coach Floyd von Platz 1 - wenn auch nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber den Verfolgern
Belchatów und
Bialystok. Durch zwei weitere Siege am zurückliegenden ZAT (4:1 bei
Lech Poznan, 1:0 gegen
Cracovia) konnten die Lubiner zum Platz an der Sonne vordringen. Die Auswärtsniederlage beim Verfolger aus Belchatów (0:3) änderte daran nichts.
Floyd: "Es ist immer ein schönes Gefühl, in der Tabelle ganz oben zu stehen. Allerdings ist noch nie etwas nach dem ersten Saisonviertel entschieden worden. Die Tabellenführung ist eine Momentaufnahme, ein netter Bonus, aber mehr auch nicht. Primär wichtig sind nach wie vor allein unsere Leistungen und Ergebnisse - und da befinden wir uns schon seit Saisonbeginn wirklich auf einem sehr guten Weg. Ich hoffe, wir können und werden diesen auch in den kommenden Spielen weitergehen und kein Bisschen im Einsatz nachlassen. Zaglebie Lubin soll weiterhin für Vollgasfußball stehen..."
Am kommenden ZAT tritt Zaglebie gegen
Arka Gdynia (A),
Polonia Warszawa (H) und
Górnik Leczna (H) an.
Wesenberg schmeißt Frontzecke raus
Den "Big Bang" der Woche gab es diesmal nicht bei Pro Sieben sondern bei Cracovia in Krakau. Dort wurde nämlich Co-Trainer Frontzecke entlassen, oder beurlaubt, wie es korrekterweise heißen muss. Trainer Wesenberg hatte sich zuletzt häufiger beim Präsidium über den Co-Trainer beschwert. "Frontzecke ist wohl auf den Cheftrainerposten scharf gewesen und hat deshalb hinter meinem Rücken Gespräche mit den Spielern geführt." Dabei soll es zu üblen Lästereien gegen den Cheftrainer gekommen sein. Vor allem dessen Faulheit bei der täglichen Trainingsarbeit soll im Mittelpunkt der Gespräche gestanden haben. "Ich habe mir hier nichts vorzuwerfen. Ich bin täglich mindestens 45 Minuten auf dem Trainingsplatz, ok, außer an Tagen die mit "g" enden. Das muss reichen", so ein aufgebrachter Chefcoach.
Wer den Co-Trainer beerben wird und wer in Zukunft das Training leiten wird, ist noch ungewiss. Die Spieler haben jedenfalls erstmals trainingsfrei, außer am Mittwoch, versteht sich.
Unverständnis
Mit Unverständnis reagiert man in Belchatow auf die Angriffe aus Gdansk. Nachdem am 3. Spieltag die Fans von GKS nicht nach Gdansk reisen durften hat sich das sowieso schon angespannte Verhältnis der beiden Vereine weiter verschlechtert. So kam es am letzten ZAT zum Rückspiel und die Verantwortlichen von Belchatow drehten den Spieß einfach rum. So wurden keine Tickets nach Gdansk geschickt und die Karten für den Gästblock komplett an die eigenen Fans verkauft. Bevor Lechia reagieren konnte war es schon zu spät, eine Rücknahme der verkauften Tickets war nicht mehr möglich... Lechia musste von draußen zu schauen. Aufgrund von Sicherheitsgründen, wurde dann von der Polizei, eine Anreise der Fans von Lechia komplett verboten. Der Aufschrei von Kai war groß, doch dies sorgt in Belchatow für Unverständnis. " Wir haben nicht erwartet das Fans von Lechia überhaupt kommen würden, die sind doch sonst auch nur 10 Hansel" wird SVKOWEGER zitiert. Nun ist der Verband gefragt, denn so soll es laut dem Trainer von GKS auch nicht weitergehen. " Man kann nicht alle Fans kriminalisieren, wir sprechen uns entschieden dafür aus, dass es weiterhin keine Einschränkungen der 10% Regel geben darf". Der Polnische Fußball braucht seine Fans und Auswärtsverbote dürfen nicht zur Regel werden.
Davon abgesehen läuft es für den Aufsteiger weiter rund. GKS ist die beste Heimmannschaft der Liga, insgesamt steht man auf Rang 2, was will man mehr? Doch die Saison ist noch sehr lang, verbietet sich weiterhin jegliche Zielformulierung. Fakt ist wohl, das ist auch irgendwie das traurige in diesem Jahr, der Abstiegskampf ist schon vor Ende der Hinrunde entschieden. 2 Mannschaften kämpfen um den Verbleib, neben SVKOWEGER´s Exverein Lech auch die sonst äußerst erfolgreiche Mannschaft Arka Gdynia. Beide würden einen großen Verlust für die Liga darstellen.
Ekstraklasa weiter im Trend
Die Ekstraklasa ist eine der führenden internationalen Ligen und dennoch schaffen es der gut organisierte Verband und die erfolgreichen Vereine nicht so viel Werbung zu betreiben, dass genügend Trainer in das schöne Land kommen. Die Liga ist selten ausgelastet, sodass immer wieder Vereine vom Computer trainiert werden müssen. Das ist sehr schade und bedauernswert. Es werden internationale Titel gewonnen und trotzdem wird die Attraktivität der Liga nicht erhöht. Aber vielleicht liegt es auch gerade daran, dass neue Trainer zu viel Respekt vor solche einer starken Liga haben. Hier sind der Verband und auch die Vereine gefordert, neue Mitglieder zu gewinnen, denn eine Liga mit ausschließlich menschlichen Trainern ist weitaus beliebter als eine mit computergestützten Gegnern. Denn auch die "alten" Hasen werden irgendwann mal aufhören und so ist es erforderlich neue Mitglieder zu gewinnen...
Wieder Derby! Wann ist Zeit zum Ausruhen?
Gdansk - Kaum hat man ein brisantes Spiel überstanden, steht auch wieder das nächste an. Eine Woche nach dem Duell gegen GKS muss man nun in Gdansk Gdynia empfangen. Ein Spiel, das längst nicht mehr auf Augenhöhe stattfindet.
Mit 3:0 ging man unter beim Rivalen rund um SVKOWEGER. "Alles nur Glück", schimpfte Trainer Kai nach dem Spiel. Man konnte jedoch an den Szenen danach sehen, dass er mit seinen Spielern nicht zufrieden war. Einer nach dem anderen wurde in die Kabine gescheucht.
Tags darauf hörte sich das wieder anders an: "Mein Team hat alles gegeben. Doch so ein Spiel ohne eigene Fans ist eben hart für die Moral. Genau aus diesem Grund sollte der Verband etwas gegen die Praktiken unternehmen." Alle Schuld also bei GKS?
Immerhin konnte man den Ex-Klub von SVKOWEGER mit einem gepflegten 2:3 unter die Dusche schicken. Gerüchte besagten, dass SVKOWEGER sich tobend das Spiel angesehen haben soll, während sein Team die Mannschaft von Florian Görlitz auseinandernahm. Experten unterdessen im Norden sind der Meinung, dass es wohl die Saison des Aufsteigers ist. Viele trauen ihnen unter dem neuen alten Trainer auch den großen Wurf zu.
Kaum ist dieses pikante Spiel also vorbei, muss man sich in Gdansk wieder mit anderen Problemen beschäftigen. Es steht wieder ein Derby gegen den Nachbarn an, der momentan mehr Mühe hat aus der Kabine zu kriechen. Das Team ist seit dem Rücktritt von K. Zerrovska vollkommen aufgeschmissen. Der neue Interims-Trainer wurde zu einer Dauerlösung. Die Ergebnisse sind eher mager. Doch einen neuen Trainer scheint man sich trotz internationaler Wettbewerbe nicht leisten zu können.
Die Fans von Lechia unterdessen freuen sich darüber. Nicht nur im Geheimen wird dem Konkurrenten eine heiße Endphase prognostiziert, die dann aber doch bitte mit dem Klassenerhalt enden soll. Nächste Saison will man die Mannschaft schließlich ebenfalls 4 mal demontieren..
And the Vollgas goes on
Zaglebie Lubin bleibt in der Erfolgsspur: Am zurückliegenden ZAT der polnischen Ekstraklasa gelang dem Team von Coach Floyd die Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen. 4:3 bei
Arka Gdynia, 1:0 gegen
Polonia Warszawa und noch einmal 1:0 gegen
Górnik Leczna lauteten die Resultate im Einzelnen. Damit konnte Zaglebie nicht nur die Tabellenführung verteidigen, sondern auch den Vorsprung auf Platz 2 auf nunmehr drei Punkte ausbauen.
Floyd: "Natürlich sind wir hier in Lubin sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Aber es ist gerade einmal ein Drittel der Spielzeit vorbei und somit noch rein gar nichts entschieden. Wir lassen uns jetzt von der momentanen Tabellensituation weder beeindrucken noch erschrecken oder gar in irgendeine Favoritenrolle drängen. Wir werden weiterjagen und wollen unsere ganz eigene Saison spielen - in unserem eigenen Tempo, mit dem wir uns wohlfühlen. Wurscht, ob wir damit dann nach 12 Spieltagen auf Platz 1 oder 5 stehen - wichtig ist allein der Stand nach 36 Spieltagen."
Die kommenden Gegner der Lubiner heißen
Slask Wroclaw (A),
Lechia Gdansk (H) und
Jagiellonia Bialystok (A).
Mehr als nur der Klassenerhalt?
Gdansk - Zufriedenheit herrscht im hohen Norden. Nachdem man den letzten ZAT auf dem zweiten Platz beenden konnte, muss man seine Saisonziele wohl nach oben korrigieren. Doch entgegen dem Wunsch der Fans will der Trainer davon nichts wissen.
Zu Saisonbeginn hat man in Gdansk lediglich den Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen. Doch spätestens nach dem Sieg gegen den amtierenden Meister und Tabelleführer, sowie dem damit verbundenen zweiten Platz fordern die Fans nun, dass man sich auf andere Ziele konzentriert. Nicht mehr tief stapeln sondern klotzen!
Doch der Trainer hält davon nichts: "Wir sind ein Verein im zweiten Jahr in der Ekstraklasa. Klar sind wir weit vorne. Da hätte ich uns vorher auch nicht gesehen, aber die Gegner werden aufhören uns zu unterschätzen und dann wird es schwer. Wir sind gut.. aber die Mannschaft hat wenig Erfahrung. Man muss ihr Zeit geben diese zu sammeln."
Auch international ging es schonmal gut los für Lechia. In der Euroleague konnte man sich mit 4 Punkten an die Spitze der Gruppe A setzen. Ein wenig Glück war mit dabei: Der Trainer von FH Hafnarfjordur aus Island war wohl der Meinung, dass es sein Team auch ohne ihn auf der Bank schaffen würde. Doch mehr als ein Unentschieden auf der Insel konnte man den Polen nicht abringen. Damit ist schonmal eine gute Grundlage geschaffen, um die nächste Runde ruhig anzugehen.
Mehr als nur der Klassenerhalt?
Gdansk - Zufriedenheit herrscht im hohen Norden. Nachdem man den letzten ZAT auf dem zweiten Platz beenden konnte, muss man seine Saisonziele wohl nach oben korrigieren. Doch entgegen dem Wunsch der Fans will der Trainer davon nichts wissen.
Zu Saisonbeginn hat man in Gdansk lediglich den Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen. Doch spätestens nach dem Sieg gegen den amtierenden Meister und Tabelleführer, sowie dem damit verbundenen zweiten Platz fordern die Fans nun, dass man sich auf andere Ziele konzentriert. Nicht mehr tief stapeln sondern klotzen!
Doch der Trainer hält davon nichts: "Wir sind ein Verein im zweiten Jahr in der Ekstraklasa. Klar sind wir weit vorne. Da hätte ich uns vorher auch nicht gesehen, aber die Gegner werden aufhören uns zu unterschätzen und dann wird es schwer. Wir sind gut.. aber die Mannschaft hat wenig Erfahrung. Man muss ihr Zeit geben diese zu sammeln."
Auch international ging es schonmal gut los für Lechia. In der Euroleague konnte man sich mit 4 Punkten an die Spitze der Gruppe A setzen. Ein wenig Glück war mit dabei: Der Trainer von FH Hafnarfjordur aus Island war wohl der Meinung, dass es sein Team auch ohne ihn auf der Bank schaffen würde. Doch mehr als ein Unentschieden auf der Insel konnte man den Polen nicht abringen. Damit ist schonmal eine gute Grundlage geschaffen, um die nächste Runde ruhig anzugehen.
Die Tage nach Frontzecke
Die erste komplette Trainingswoche nach der Entlassung von Co-Trainer Frontzecke ist rum und es war sehr ruhig auf dem Trainingsgelände. Die Spieler trainierten wie angekündigt nur sehr dosiert und schonten ihre alten Knochen. Trainer Wesenberg begründete seine Maßnahme wie folgt: "Die Spieler tanzen zurzeit auf drei Hochzeiten. Gerade bei unserem Altersdurchschnitt in der Mannschaft, sollte man daher nicht zu viel trainieren lassen. So vermeidet man auch gleich mal ein paar Verletzungen."
Doch dass man sich auch zu Hause verletzen kann, zeigt die aktuelle Verletzung von Torwart Fly Catcher. Dieser rutschte in der heimischen Badewanne aus weil er zu wild mit seiner braunen Quitscheente spielte. Die Diagnose lautet Achillessehnenanriss und damit das Saisonende für den Stammkeeper von Cracovia.
Nun denkt man bei den Rot-Weißen über eine Reaktivierung des 39-jährigen Ex-Spielers Willy Peng nach.
Ärgerliche Heimniederlage
Zwei Siege sprangen heraus am letzten Spieltag. Nur zwei. So dachten es viele Anhänger des Vereins Jagiellonia Bialystok. Man verlor nämlich zu Hause gegen Zagliebe Lubin mit 1 zu 2. Dies war nicht nur deshalb ärgerlich, weil man die drei Punkte somit nicht hatte, sondern auch weil man ansonsten Tabellenführer gewesen wäre. So aber ist man im erweiterten Führungskreis und in Lauerstellung zur Tabellenspitze. Die Saison ist in Polen spannend wie eh und je. So streiten sich 6 Mannschaften ernsthaft um die vorderen Plätze. Wer am Ende das Rennen machen wird, bleibt abzuwarten. Jetzt steht erstmal der letzte Spieltag vor der Winterpause an. Da kommt es ganz passend, dass es in Polen angefangen hat zu schneien. Die Spieler, besonders die Afrikaner und Brasilianer in den Reihen von Jagiellonia Bialystok tobten wie jedes Jahr draußen herum und bewarfen sich mit Schneebällen...
24...
...Heimspiele hintereinander hatte Zaglebie Lubin zuletzt gewonnen, nun setzte es wieder eine Niederlage: Coach Floyds Team musste sich am vergangenen ZAT vor heimischer Kulisse
Lechia Gdansk mit 1:2 geschlagen geben. Auswärts zog man gegen
Slask Wroclaw ebenfalls den Kürzeren (0:1), konnte aber einen prestigeträchtigen Erfolg im Duell mit
Bialystok (2:1) erringen. In der Tabelle belegt Zaglebie nach wie vor Platz 1, allerdings nunmehr nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Verfolger Nummer 1, Lechia.
Floyd: "Dass unsere Serie zu Ende gegangen ist, ist natürlich schade, aber irgendwann musste das ja mal passieren. Und Lechia ist derzeit sehr gut in Form und kann diese Saison sicher ein ganz heißer Kandidat für den Titel sein. So ein 1:2 ist also zunächst einmal kein Weltuntergang. Dennoch sollten wir in unseren nächsten Heimspielen möglichst wieder anders auftreten und vor allem auch nicht das große Ganze von punktuellen Highlights wie dem Auswärtssieg bei Jagiellonia überlagern lassen. Auch in den Partien gegen die Truppe des Kollegen Rabbit geht es jeweils nur um drei Punkte, so prestigeträchtig diese auch sein mögen."
Zum Abschluss der Hinrunde spielen die Lubiner nun gegen
Lech Poznan (H),
Cracovia Kraków (A) sowie
PGE GKS Belchatów (H).
Herbstmeister - mit einem Bein das Unmögliche geschafft
Saisonhalbzeit in der Ekstraklasa - und Zaglebie Lubin grüßt weiterhin von Platz 1: Zum Abschluss der Hinrunde gelangen dem Team von Coach Floyd ein souveränes 3:0 gegen
Lech Poznan sowie ein 1:1 gegen
PGE GKS Belchatów und es somit, sich am Platz an der Sonne zu behaupten. Auswärts musste man sich
Cracovia knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Floyd: "In der polnischen Liga hat noch nie jemand seinen Titel verteidigen können. Von daher sind wir momentan jetzt mal stolz darauf, es immerhin zur Saisonhalbzeit geschafft zu haben, erneut ganz oben zu stehen. Denn wir wissen, dass dies alles andere als selbstverständlich und es wahrscheinlicher ist, dass wir im Laufe der restlichen Spielzeit von da oben auch wieder verdrängt werden als dass wir dort verbleiben. Aber das macht nichts. Wir spüren keinen Druck, sind bis hierhin total zufrieden mit uns selbst, unserer Leistung sowie unserer derzeitigen Situation und genießen selbige einfach total entspannt. Wir freuen uns auf den Start in die Pokalwettbewerbe, auf die Rückrunde, und sind gespannt, was die Cracovias,
Lechias und
Bialystoks dieser Fußballwelt so für Ideen und Strategien haben werden, um uns von Platz 1 zu verdrängen. Unser Ziel bleibt es, weiterhin unsere ganz eigene Saison in unserem eigenen Tempo und zu unserer eigenen Zufriedenheit zu spielen. Um dann, sollte uns dies auch in der Rückserie so gelingen wie bisher, am Ende einfach mal zu schauen, was dabei dann letztlich rauskommt."
Zum Rückrundenauftakt spielt Zaglebie gegen Belchatów (H),
Górnik Leczna (A) und
Polonia Warszawa (H).
Cracovia feiert Weihnachten
Kurz vor Beginn der Adventszeit wurde bei Cracovia bereits die mannschaftsinterne Weihnachtsfeier abgehalten. Zuerst ging es auf die nahegelegene Kartbahn. Dort stellte vor allem Torwart-Oldie Willy Peng sein Können zur Schau. Mit drei Runden Vorsprung gewann er am Ende vor seinem Coach, T. Wesenberg. Die Stimmung war ausgelassen und sie setzte sich auch beim Abendessen im ortsansässigen Schnitzelhaus fort. Die Hälfte der Spieler versuchte sich an einem XXL-Schnitzel, und tatsächlich schafften es drei von ihnen (der Redaktion liegen keine Namen vor), den 1-Kilo-Fleischberg zu vertilgen.
Am Ende konnten sich die meisten aber kaum noch bewegen. Lediglich ein paar Verdauerschnäpse rannen die vollen Kehlen noch hinab. Danach ging es in die Kojen. Am morgigen Tag steht ja immerhin der kommende ZAT auf dem Programm.
Ob diese Maßnahmen wohl eine gute Vorbereitung auf das anstehende Programm darstellen?
An der Spitze ist es eng
Seit jeher ist die Spitze in Polen umkämpft und es geht heiß her in den Duellen. Aber dieses Jahr ist in fast jedem Spiel Spannung vorhanden und fast jedes Spiel ist ein sogenanntes Spitzenspiel. So hat der Spitzenreiter, derzeit Zaglebie Lubin, nur drei Punkte Vorsprung vor dem 7., PGE GKS Belchatów. Dies zeigt, dass an jedem Spieltag alles möglich ist und dass man sich keine Patzer erlauben kann, um eine gute Rolle zu spielen. Aber wie ist die beste Taktik? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Trainer und Spieler, sondern auch die Reporter. Hier gibt es einige Unterschiede. So weist Bialystok die weitaus meisten Gegentore aus der Spitzengruppe auf und Leczna die weitaus meisten geschossenen Tore. Diese beiden Vereine liegen aber nur auf 4 und 5. Also warum? Ist die Verteilung der Tore das entscheidende Kriterium? Auf diese und weitere Fragen wissen wir vielleicht Antworten, wenn die Saison zu Ende ist....
Tabellenführung verpasst
Gdansk - Es gibt immer ein paar Fans, die sich mehr darüber aufregen, dass das eigene Team ein Heimspiel nicht gewinnen und damit die Tabellenspitze nicht erklommen hat. Doch die meisten in Gdansk sind zufrieden mit der momentanen Situation im Norden. Europäisch wie auch national sieht es gut aus im zweiten Jahr.
Als man zu Saisonbeginn von den Saisonzielen sprach, hätte noch niemand gedacht, dass man im Kampf um den Thron im polnischen Fussball sein würde. Viel mehr hätten sich die meisten gefreut, wenn es nicht mehr gegen den Abstieg gehen würde. Die Zufriedenheit und Ruhe, wenn man im Mittelfeld der Tabelle herumdümpelt hätte den meisten im zweiten Jahr eindeutig gereicht.
Doch es ist anders gekommen: Lechia ist so gut dabei, dass man in der letzten Woche sogar noch hätte ganz oben landen können. Doch in ungewohnt schwacher Weise verlor man das Heimspiel gegen <a style="color: black; text-decoration: none" href="team.php?id=14">Jagiellonia Bialystok</a> und verlor damit auch sicher geglaubte 3 Punkte, die das Team ganz nach oben getragen hätten. Einige Fans sehen das an, um mit Pöbelattacken gegen das Team zu beginnen.
"Das ist witzlos. Eine Minderheit versucht sich hier am Aufstand, als wären wir ein Spitzenspiel. Ich glaube wir müssen öfter daran erinnern, wo wir vor zwei Jahren waren", kommentierte Trainer Kai die Geschehnisse. "Wir wollen natürlich - wenn wir schon da sind - oben bleiben. Aber das ist kein Grund nun überheblich zu werden. Unsere Leistungen sind noch nicht kontinuierlich gut, um dauerhaft als Spitzenmannschaft bezeichnet zu werden."
Doch die meisten Fans sehen auch die internationalen Ergebnisse. Irgendwann wird sich auch diese Masse nicht mehr mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben. Den Trainer scheint dies nicht zu gefallen. Kein Wunder auch! Geht doch so die Leichtigkeit dahin, mit der das Team momentan auftreten kann.
Polen rockt weiter - Eine Erfolgsstory
Es ist schon eine erstaunliche Entwicklung in Torrausch-Europa. Trotz der durch den Ausstieg von Knetel extrem geschwächten polnischen Ekstraklasa, rocken die Polen weiter durch das internationale Geschäft. Mit 7/7 Mannschaften sind noch alle Teams vertreten und die 5-Jahreswertung führt man sowieso schon seit Jahren an. Vor einigen Kalenderjahren wäre dies noch unmöglich gewesen. Doch durch die Verkleinerung der Liga hat sich ein kleiner aber feiner Haufen verrückter Trainer angesiedelt, der nun schon seit Jahren gute Leistungen auf internationaler Bühne abruft.
Auch nicht zu vergessen in diesem Kontext sind die Ligaleiter. Mit Kai Onvod begann die Erfolgsgeschichte. Auch sein Comeback nach einigen Jahren sorgte für Aufruhr. Seine jederzeit korrupt-loyale Art kam immer gut an. Auch seine Trinkfestigkeit sorgte für Bewunderung unter den Funktionären - auch heute noch - in seiner Funktion als Trainer in Danzig.
Mit dem aktuellen LL RudiRudisson kehrte nun schließlich auch noch die nötige Portion Professionalität in die Liga ein. Zuletzt wurden zwar auch bei ihm Gerüchte laut, dass er dem klaren Quell mit dem Grashalm in der Flasche nicht ganz abgeneigt sein soll, aber letztlich halten sich die Skandale in Polen seit seiner Vereidigung als LL doch deutlich in Grenzen.
In der Ruhe liegt die Kraft
Gdansk - Man muss im Norden geduldig bleiben, dass wissen so langsam auch die Fans von Lechia. Auf Fehler des Gegners warten und während er sich versucht vom Fall zu erholen, muss man an ihm vorbeiziehen. Ist das die Meisterstrategie?
"Wir warten natürlich auf Fehler von Lubin", so Trainer Kai. "Aus eigener Kraft ist da wenig zu machen. Erst muss uns Floyd eine Chance geben einen seiner Fehler zu nutzen. Und diesem wird er irgendwann wieder machen."
Die Fans dagegen sind etwas ängstlich. Niemand möchte am Ende noch den internationalen Startplatz abgeben. Denn aufgrund der kleinen Punktabstände in der polnischen Ekstraklasa wäre auch das durchaus denkbar.
"Füße stillhalten" ist nun die Devise. Beobachten und Reagieren. Der Schuss kann in einer solchen Schlussphase auch nach Hinten losgehen.
International dagegen macht sich momentan niemand Sorgen. Es sieht in der für die Polen aus dem Norden wunderbar aus. Platz 2 in der Gruppe ist gut gefestigt. Es muss schon kurios zugehen, dass man da noch den Sprung in die nächste Runde nicht schafft.
Umso besser, da man sich in diesem Fall auf die Liga konzentrieren kann, in der es nun 2 mal in auswärtigen Stadien zu spielen gilt.
Manche behaupten, dass Trainer Kai sich schon besonders freue, weil er SVKOWEGER einen kleinen Hieb verpassen kann, indem er Lech noch weiter in die Krise schießt..
Kräfte schwinden
Trainer Rabbit von Jagiellonia Bialystok hat unserer Zeitung unter der Woche ein exklusives Interview gegeben: "Mein Spieler gehen auf dem Zahnfleisch. Die Kräfte schwinden zusehends. Meine Mannschaft ist am Limit angekommen. Trotzdem werden wir alles dafür tun, die Saison so erfolgreich wie möglich zu gestalten. Dafür gehen wir ins Training. Dafür arbeiten wir jeden Tag und dafür kommen unsere Fans ins Stadion. Bis hierhin gebührt jedem im Verein ein Lob. Jeder Zeugwart, jeder Platzwart, jeder Balljunge, jeder Fan alle haben es verdient in diesem Jahr bis zum Ende eine gute Leistung zu sehen. Die Chance die Leistungen zu bestätigen, wollen und werden wir versuchen." Eine neue Trainingsmethode wurde in dieser Woche getestet. So trainierten die Spieler in dieser Woche mit einer Art Kevlarmützen. Der Sinn, der dahinter steht, konnte aber noch nicht herausgefunden werden, sodass die Reporter und Journalisten vermuten, dass es sich um eine Werbeaktion handelt...
Gelungener Rückrundenauftakt
Zaglebie Lubin ist gut aus den Startlöchern für die zweite Halbserie der Saison 2013/3 gekommen: Mit zwei 3:0-Heimsiegen über
PGE GKS Belchatów und
Polonia Warszawa konnte das Team von Coach Floyd zum Rückrundenauftakt gleich mal sechs weitere Punkte verbuchen und somit die Tabellenführung verteidigen. Auswärts unterlag man knapp mit 0:1 gegen
Górnik Leczna.
Floyd: "Wir sind voll zufrieden mit den Resultaten unserer ersten beiden Heimspiele in der Rückrunde. Nachdem wir zuletzt zuhause ja ein wenig Probleme hatten, war es besonders wichtig, da jetzt möglichst schnell wieder eine größere Stabilität reinzubekommen. Und mehr Stabilität als zwei Zu-Null-Siege geht eigentlich kaum. Auswärts ist sicherlich momentan etwas Luft nach oben, allerdings muss man auch sagen, dass es natürlich kein Weltuntergang ist, in Leczna zu verlieren."
Am kommenden ZAT spielen die Lubiner nun gegen
Slask Wroclaw (A),
Cracovia Kraków (H) und
Jagiellonia Bialystok (A).
Unfassbarer Aufsteiger...
.. so und so ähnlich meldet sich die Presse zu Wort. GKS Belchatow ist wieder da und so wirklich kann niemand glauben was man sieht, wenn man auf die Tabelle schaut. Nach 24 Spielen steht GKS auf Rang 1 und es wirkt fast so, als wenn das den anderen Trainern das Weihnachtsfest verhagelt. Trotzdem möchte Trainer SVKOWEGER nichts von der Meisterschaft wissen. "Das ist eine tolle Momenaufnahme, mehr nicht. Wenn wir am Ende noch auf Rang 6 stehen, haben wir eine überragende Saison gespielt". Das Restprogramm von GKS ist alles andere als schön, schon am nächsten Spieltag warten 2 sehr schwere Auswärtsspiele auf die Truppe von SVKOWEGER. Mit Slask und Cracovia trifft man auf den 5. und den 2. der Liga. Diese Spiele können schon eine wichtige Richtungsweisung für die kommenden Wochen darstellen. Außerdem kommt die Truppe von Trainer Kai nach Belchatow, was eine besonderen Reiz mit sich bringt. Mal abgesehen von der sportlichen Brisanz stehen vor allem die beiden Fanlager und die beiden Trainer im Vordergrund. Lechia darf im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen in Belchatow ihre Fans mit ins Stadion nehmen. Heute Nacht wurde von unbekannten der Gästeblock mit leeren Vodkaflaschen "gefüllt". Außerdem wurde mit Roter Farbe der Spruch: Wir vergessen nicht..." auf die Treppen des Gästeblocks geschrieben. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft, den Fans von Lechia wird dringend abgeraten mit ihren Fanuntensilien durch die Stadt zu laufen. Für weiteren Zündstoff sorgte SVKOWEGER bei der Pressekonferenz heute Nachmittag. Er brachte dem Trainer von Lechia eine Vodkaflasche mit und überreichte sie mit den Worten "Danke für die 3 Punkte Morgen". Darauf angesprochen, wurde Kai sichtlich nervös und gönnte sich erstmal einen kräftigen Schluck aus der gereichten Pulle. Zwar beteuerte Kai anschließend, dass Lechia alles geben wird um in Belchatow zu gewinnen. Jedoch ist wahrscheinlicher das Kai lieber seine Stammspieler schont, statt in der Uneinnehmbaren Festung von GKS wirklich ersthaft zu versuchen, auch nur einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. SVKOWEGER ist sich hingegen sicher, die weiße Weste zu Hause wird unbefleckt bleiben, vielleicht wird sie ein bisschen nach billigen Fusel riechen, doch der ist auch bald wieder rausgelüftet.
Was für ein Gedrängel
Es ist fast so schlimm wie in den Einkaufstempeln in der Weihnachtszeit. Von allen Seiten wird gedrängelt, gequetscht und getreten. Doch während man in den Shoppinghallen dieses Landes von Opa Knöter am Schokoladenregal brutal von der Seite abgeräumt wird, oder von Oma Karunkel an der Kasse den Rollator heimtückisch in die Hacken geschoben bekommt, ist es in der polnische Liga der Kollege SVKoweger, seines Zeichens Aufsteiger mit GKS Bealchatow, der sich von hinten vorbeidrängelt und nun sogar auf Rang 1 steht. "Skandal", so schreibt es die Krakauer Boulevardpresse. Zwar steht Cracovia noch auf einem guten zweiten Platz in der Tabelle, doch auch von hinten wird geschubst und gedrängelt. Jeder will an die Fleischtöpfe der Liga, und dazu muss man nunmal mindestens Vierter werden.
Einen Hauen und Stechen steht demnach an den letzten Spieltagen bevor. Wer am Ende wo landet, ist völlig ungewiss.
Lubin schnauft durch
Kurz vor Anbruch des finalen Saisondrittels hat man beim amtierenden polnischen Meister noch einmal etwas den Fuß vom Gas genommen: Lediglich ein einziges Tor ihrer Mannschaft konnten die Zaglebie-Fans in den zurückliegenden drei Spielen bejubeln. Dieses reichte allerdings immerhin zum Gewinn von drei Punkten: 0:5 bei
Slask, 1:0 gegen
Cracovia sowie 0:4 in
Bialystok lauteten die Ergebnisse im Einzelnen. Damit verbunden war ein tabellarischer Sturz von Platz 1 bis hinunter auf Rang 5 - die Ekstraklasa liegt auch diese Saison wieder sehr eng beisammen.
Floyd: "Es ist einfach nicht möglich, in jedem Spiel immer Vollgas zu geben. Die allerheißeste Phase einer jeden Saison beginnt nun so langsam, zudem kommen ab jetzt dann auch noch Pokal und Champions League als Zusatzbelastungen hinzu. Uns stehen also sehr intensive Wochen bevor - da ist es alternativlos, mit seinen Kräften gewissenhaft zu haushalten."
Als nächstes spielt Lubin gegen
Lech Poznan (H),
Arka Gdynia (A) sowie
Lechia Gdansk (H).
Der weiße (..und orange..) Hai
Gdansk - Man zeigte sich zufrieden mit dem Resultat am Donnerstag im Norden. Nicht alle Ziele konnten erreicht werden, wenn auch der kleine Stich gegen SVKOWEGER gelungen ist. Es stellte sich nur leider heraus, dass ihm das nichts ausmacht und er trotz Ablenkung an die Spitze schießt.
Es sollte so ein großer Erfolg werden, psychologische Kriegsführung. Konkurrent Belchatow sollte geschwächt werden, indem man seinem Trainer weh tut und Lech schlägt. Soweit so gut. Das war den Kickern aus dem Norden mit einem 4:3 auswärts gelungen. Doch zeigte sich SVKOWEGER beeindruckt? Kein bisschen...
Dem zwar geplanten, aber dennoch enttäuschenden, 2:5 Spiel gegen Cracovia konnte man wenigstens noch einen einfachen Sieg bei Jagiellonia, nachdem man am letzten Spieltag der Hinrunde noch eine empfindliche Niederlage hinnehmen musste.
Doch was man hier an TK einsparen wollte, sollte nicht reichen, um das größte Rest-TK der Konkurrenz zu haben. Zwar konnte der Tabellenführer aus Lubin gestürzt werden, Genugtuung verspührte jedoch niemand. Viel mehr muss man davon ausgehen, dass Trainer Floyd sich hat stürzen lassen.
Das Resultat erinnert an alte Filmklassiker. Die ehemaligen polnischen Verfolger sind nun plötzlich die gejagten. Gerade hatten sie ihr Ziel noch vor Augen, doch nun jagt es ihnen hinterher! Das Rest-TK erschreckend wie ein weit geöffnetes Maul des weißen Hais. Wird nun einer nach dem anderen sein blaues Wunder erleben?
Angst vor Lubin
Wsa ist es? Ist es lebendig? Ist es ein Monster? Nein es ist Lubin mit einem monströsen TK. Und nur knapp davor ist Rabbit mit seinem Team Jagiellonia Bialystok. Trotzdem hat Rabbit die bessere Position, aber auch die verbleibenden Teams davor sollten zittern, denn mitunter sind es Kleinigkeiten die das Rennen um den Titel entscheiden. So hat zwar Lubin noch alle Chancen, aber auch die Punkte müssen erstmal geholt werden. Denn was bringt einem ein Monster - TK, wenn man es am Ende noch übrig hat? Oder wird er jetzt alle Spiele haushoch gewinnen? Kann er sich das leisten? All das sind Fragen, die die Trainer beschäftigen. Trainer Rabbit indes sieht dem ganzen gelassen entgegen, denn er betonte unter der WOche wieder: "Wir spielen an diesem Zat nicht gegen Lubin, daher sind es die anderen die sich warm anziehen müssen!"
Vorweihnachtliche Stimmung in Belchatow
In Belchatow ist man weiterhin bester Dinge. Zwar wurde die Tabellenführung wieder abgegeben, doch dies stört niemanden so wirklich. Wichtiger waren dem Verein und seinem Trainer die geplante Aktion gegen Lechia Gedansk. Zusammen mit den Fans wurde überlegt wie man den bedürftigen Kindern in der Stadt ein Freude machen kann. Kurzerhand wurde das Vodka(i) Spiel ausgerufen. Erstmals wurde an den Getränkeständen im Stadion Vodka - Cola für 12 Zloty ausgeschenkt. Sogar im Gästeblock wurde diese Aktion durchgeführt. 4Zloty wurden dabei pro verkauften Glas gesammelt, um für die Kinder in den 3 Kinderheimen in Belchatow Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Insgesamt kamen umgerechnet über 20.000 Euro zusammen. "Das ist eine tolle Geschichte, ich denke den Kindern kann damit wirklich ein schönes Weihnachtsfest beschert werden". Laut Insiderkreisen wird so gar SVKOWEGER selbst als Weihnachtsmann verkleidet die Geschenke zu den Kindern bringen. Die Fans von GKS unterstützten diese Aktion besonders energisch. So wurden 3 riesige Blockfahnen mit einer aufgemalten Vodka-Flasche in den Blöcken hochgezogen. Untermalt wurde diese Aktion mit dem Spruchband: "Heute lassen wir die Flaschen kreisen". Anschließend wanderten die Flaschen durch das gesamte Stadion und sogar der Gästeblock beteiligte sich daran. Dafür gab es sogar ein Lob von SVKOWEGER: " Die Fans von Lechia haben sich trotz aller Probleme in der letzten Zeit vorbildlich verhalten und die Aktion unterstützt. Komisch erschien mir nur, dass Trainer Kai so oft während des Spiels den "Dialog" mit den Fans suchte und immer wieder in den Gästeblock verschwand." Auf der PK trat dann ein sichtlich angeschwipster Onvod vor die Kameras und rief die neue Freundschaft Lechia-GKS aus. Doch solange Kai dort Trainer ist, scheint diese Freundschaft undenkbar. Das Tuch zwischen den Fans von GKS und dem Trainer von Lechia ist zerschnitten, nie wird man vergessen was dem Verein alles angetan wurde, als Onvod noch Ligaleiter war. "Das ist eine Schnapsidee" stellt SVKOWEGER klar "Bevor GKS und Lechia eine Freundschaft beginnen, friert eher die Hölle zu oder bei Cracovia spielt ein unter 30 Jähriger..." Zur finanziellen Situation bei GKS will sich der Trainer nicht äußern. Jedoch wird mit Hochdruck der Maulwurf gesucht, welcher interna nach Krakau getragen hat. Die Vereinsführung erklärt "Die Situation ist bedrohlich, aber nicht bedenklich."
Der ewige Zweite
So könnte man Cracovia Krakau diese Saison nennen. Seit gefühlter Ewigkeit hockt man auf diesem Tabellenplatz. Das Lustige dabei ist: Immer wieder steht ein anderes Team vor den Krakauern. Nur Krakau selber schafft den Sprung nach ganz oben einfach nicht. "Letztlich wäre das ja auch vermessen. Wir kommen diese Saison von Platz 7 und hatten das Ziel uns dieses Jahr zu verbessern. Inzwischen haben wird sogar das Ziel nach oben korrigiert und wollen jetzt die ersten vier Plätze ins Visier nehmen, die die Telnahme an der Champions League bedeuten würden", so ein realistischer und doch gleichzeitig optimistischer Coach Wesenberg. Wir haben jetzt noch 9 schwere Spiele. Es kann noch alles passieren. "Wir haben ja auch keinen Druck. Den hat eher Belachatow (auch wenn es SVKoweger nicht zugeben will). Die Jungs stehen doch schon wieder kurz vor dem Ruin. Es wurden einfach zu viele finanzielle Mittel in die Fanchoreos gesteckt. Jetzt muss der Verein in die CL kommen, sonst gehen dort schon wieder die Lichter aus. Der Mann kann auch einfach nicht mit Geld umgehen", konnte sich der Cracovia-Trainer den kleinen Seitenhieb in Richtung GKS nicht verkneifen.
1-5-1
Zaglebie Lubin erlebt derzeit eine wilde Achterbahnfahrt durch die Tabelle der polnischen Ekstraklasa: Ging es am vorletzten ZAT für die Lubiner noch von Platz 1 hinunter bis auf Rang 5, so schlug das Team von Coach Floyd vergangene Woche nun wieder den genau umgekehrten Weg zurück an die Spitze ein. Möglich wurde dies durch drei klare Siege in den Partien gegen
Lech Poznan (3:0), bei
Arka Gdynia (4:1), und gegen
Lechia Gdansk (5:2), aus denen Zaglebie also die maximal möglichen neun Punkte mitnehmen konnte. Pünktlich zum Beginn des letzten Saisonviertels sind die Westpolen damit nun also wieder am Platz an der Sonne angekommen.
Floyd: "Die Leistung, die meine Mannschaft in diesen vergangenen drei Spielen gezeigt hat, ist wirklich herausragend. Ganz großes Kompliment! Dabei sind die dadurch geholten Punkte allerdings wichtiger als die Momentaufnahme der aktuellen Tabellensituation. Dem Gesetz der Serie folgend müsste es für uns nächste Woche ja wieder hinab auf Platz 5 gehen...so oder so nehmen wir uns aber weiterhin das Recht heraus, unsere ganz eigene Saison in unserem ganz eigenen Tempo, das wir für sinnvoll erachten, zu spielen. Und wenn das bedeutet, dass wir richtig Vollgas geben wollen, dann geben wir richtig Vollgas. Und wenn nicht, dann eben nicht. Das war bisher so und das wird sich auch in den noch ausstehenden Spielen nicht ändern. Unabhängig von jeglichen externen Geschehnissen."
Am kommenden ZAT geht es für die Lubiner nun gegen
Belchatów (A),
Górnik Leczna (H) und
Polonia Warszawa (A).
Endspurt
Jetzt heißt es wieder einmal alles Kräfte zu mobilisieren und alle Kräfte zu bündeln für den Endspurt in der Ekstraklasa, der höchsten polnischen Liga. International steht Polen wie eh und je ganz gut da, aber national gibt es wenige Leute, die von Woche zu Woche richtig tippen, denn die Liga ist sehr ausgeglichen und somit nicht berechenbar. In dieser unberechenbaren Liga ist Rabbit Trainer und versucht von Woche zu Woche das Maximum rauszuholen, denn er will irgendwann einmal Meister werden. Aber wie? Sein Team folgt seinen Anweisungen nicht immer wie zum Beispiel letzte Woche als er wechseln wollte, aber der Spieler einfach nicht vom Feld runterkam, sodass er den Wechsel dann bleiben lassen musste. Das Management spielte den Vorfall herunter, aber intern soll Trainer Rabbit so erbost gewesen sein, dass er sofort seine Sachen packen wollte und nur durch eine Entschuldigung der Mannschaft gehalten werden konnte. Nun geistert die Frage im Raum, ob er nach der Saison weitermacht. Dies hängt wahrscheinlich auch von der Platzierung zum Abschluss ab.....
Größere Erwartungen
Gdansk - So richtig Glücllich ist man im hohen Norden nicht. Die momentane Tabellensituation hätte auch noch viel schlechter aussehen können, doch mit den bereits gestiegenen Erwartungen kann man sich darüber auch nun kaum mehr freuen. Der einzig positive Punkt in dieser Woche: Die Spannungen zwischen Lechia und Belchatów scheinen sich zu beruhigen.
Normalerweise würde man sich als Verein im der zweiten Saison nach dem Aufstieg über einen vierten Platz freuen, besonders wenn man dann immer noch Chancen auf die Spitzenposition hat. Doch freuen konnte sich kaum jemand in Gdansk. Man war bereits so weit oben und hat Blut geleckt.
Enttäuscht ist man darüber, dass es auch hätte schlechter kommen können. Nur 2 Tore mehr kassiert oder 2 Tore mehr von Jagiellonia geschossen und schon hätte man sich auf dem 5 Rang wiedergefunden. Dieser berechtigt nicht mehr zur Teilnahme an der Championsleague. Doch genau dorthin möchten die Fans nun. Sie wollen gegen die ganz Großen ran. Ist man im Norden schon dem Größenwahn verfallen?
Der Trainer bleibt auf jeden Fall ruhig. Zwar konnte man gegen GKS keinen Punkt holen und hatte so auch keine Chance, doch waren wenigstens die Ausschreitungen ausgeblieben. Entscheidend soll laut Experten die Deeskalationspolitik von Belchatów sein, dass wieder Lechias Fans ins Stadion ließ. Lechia selbst bat im Vorfeld seine Fans um ein friedliches Spiel und sorgte bereits in Gdansk dafür, dass in den Sonderzügen gen Süden keine Gewalt ausbrach.
Nach dem 0:3 gegen GKS - hier wird seitens Lechia bestritten, dass dies irgendwas mit dem Geschenk SVKOWEGERs an Kai zu tun hat - und der Niederlage gegen den Tabellenführer aus Lubin hat man nun immerhin eine Chance sich bei Górnik für die Niederlage im Pokal zu "bedanken", nachdem man dort im Elfmeterschießen den kürzeren gezogen hat.
Der Spielplan sollte sich jedoch nicht positiv auf die Tabellenposition auswirken. Wieder zwei Auswärtsspiele. Die ersten Fans wollen sich schon von der Championsleague verabschieden.
Unterdessen wurden wieder Gerüchte gestreut, dass Trainer Kai sich zu Verhandlungen mit Flota Swinoujscie getroffen hat. Er soll signalisiert haben, dass er beim Verpassen der Championsleague Plätze bereit wäre, wieder einen Aufsteiger zu unterstützen. Bisher ist es bei Gerüchten geblieben.
Plötzlich Erster
Gerade schrieb die Krakauer Presse in der letzten Woche etwas von den Krakauern als Ewige Zweite und schon klettern die Rot-Weißen auf Rang 1 der Tabelle. Etwas überraschend kam das schon, rechnete man doch fest mit 6 Punkten für Lubin. Doch es kam anders und so dürfen nun die Jungs von Cracovia mal eine Woche an der Spitze verharren. Dass es zu länger nicht reichen wird scheint relativ klar, zu eng sind die Abstände nach hinten und dazu hat Cracovia noch vier Auswärtsspiele zu bestreiten. Und gerade auswärts stehen jetzt richtig hohe Hürden an. Belachtow, Gdansk, Leczna und Wroclaw heißen die vier schweren Partien. "Letztlich brauchen wir nur diese vier Partien gewinnen und wir sind Meister", so ein zu Scherzen aufgelegter Trainer Wesenberg auf der Abschlusskundgebung.
Alles möglich - was ist realistisch?
Gdansk - Die Stadt ist im Weihnachtsfieber. Kaum jemand denkt an Fußball. Und doch können die echten Fans auch am Weihnachtsbaum nicht anders, als an ihre Lechia zu denken. Wohin kann der Klub noch kommen? Kann man auf den Zug nach Europa aufspringen?
Es ist weniges klar kurz vor Heiligabend. Durch die bekannte FInalpaarung im REMES Puchar ist klar, dass auch der 7. Platz wohl ein Ticket für Europa bedeutet. Doch wer landet hier?
Klar ist auch, dass Lechia momentan auf einem guten dritten Platz ist. Man hatte sich durchaus weniger erwartet, als man letzte Woche in den letzten ZAT in diesem Jahr ging. Doch wie das immer so ist, erledigen auch manchmal andere die Arbeit, die Gdansk dann nach vorne bringt. "Wir haben es nicht in unserer Hand, ganz nach oben zu kommen", gab der Trainer zu. "Wenn die Konkurrenz patzt, müssen wir da sein. Diese Woche waren wir da."
Doch trotzdem weiß man nicht so recht, ob man sich freuen soll, dass man so weit oben ist oder doch lieber achtsam bleiben soll, um nicht weiter nach unten zu rutschen. Denn diie drei Punkte, die Lechia von der Tabellenspitze trennen, tun dies ebenfalls zum sechsten Platz. "Wir sind beides. Wir wollen weiter nach oben, versuchen aber auch keine Fehler zu machen", verriet Kai. "Drei Punkte sind aber schon ein großer Brocken bei so wenigen übrigen Spielen."
Doch auf eine Situation hat man sich anscheinend in der Vereinsführung bereits eingestellt: Lechia wird wieder Europa bereisen. Die Ryanair-Vorteilstickets sind bereits bestellt..
Das Ende ist nah
Nach der wirklich schlimm verkorksten Saison letztes Jahr sieht es derzeit recht passabel für die Mannen von Trainer Rabbit aus. Die Jungs aus Bialystok belegen derzeit einen respektablen vierten Platz mit einem Rückstand von 3 Punkten auf die Tabellenspitze. Es ist also noch alles möglich. Ergo wird Trainer Rabbit versuchen, wie eh und je, das Maximum aus seinem Team herauszuholen und weiter für Furore sorgen. Damit dies gelingt, hat er eigens einen Mentaltrainer eingestellt, der auch direkt ganz klassisch einen Lauf über glühende Kohlen anberaumt hat. Nach dieser Maßnahme förderte er in vielen Einzelgesprächen den Teamgeist und schuf nachdenkliche Spieler und Trainer. So sagte zum Beispiel Trainer Rabbit: "In dem Gespräch ist mir klar geworden, dass auch ich nicht immer allwissend bin und dass auch ich an mir arbeiten muss, damit unser Team Erfolg haben kann." So ist bei einem guten Abschneiden in der Ekstraklasa mit einer längerfristigen Einstellung des Mentalcoaches zu rechnen.
1-5-1-5
Die Achterbahnfahrt von Zaglebie Lubin geht weiter: Am zurückliegenden ZAT der polnischen Ekstraklasa ging es für das Team von Coach Floyd wieder von Platz 1 zurück runter auf Rang 5. Grund dafür war die recht magere Ausbeute von nur einem Punkt aus den drei Spielen bei
PGE GKS Belchatów (0:1), gegen
Górnik Leczna (1:2) sowie bei
Polonia Warszawa (4:4). Vergleichsweise wenig amused zeigte sich entsprechend auch Floyd in seinem diesbezüglichen Statement - sein Unmut galt dabei allerdings weniger der Leistung seiner eigenen Mannschaft...
Floyd: "
Wisla ist zwar nicht mehr erstklassig, aber wie es aussieht, haben sich jetzt mit Leczna und Polonia gleich zwei Teams gefunden, die offenbar deren Erbe als Kamikaze-Truppe der Ekstraklasa antreten wollen. Anders kann ich mir das nicht wirklich strategisch logisch nachvollziehbare Vorgehen dieser beiden Mannschaften in den letzten Begegnungen jedenfalls momentan nicht erklären. Gerade bei einem erfahrenen Coach wie Florian Görlitz hätte ich mit sowas eigentlich nicht gerechnet. Aber gut, es ist wie es ist, und wir haben da nun erst einmal etwas drunter zu leiden. Aber damit müssen - und werden - wir klarkommen. Meiner Mannschaft kann ich jedenfalls kaum einen Vorwurf machen - sie hat die Vorgaben umgesetzt und in diesem Rahmen ihr Bestes gegeben. Unsere Konzentration gilt nun den noch ausstehenden sechs Begegnungen, aus denen wir das für uns maximal Mögliche herausholen wollen. Was das dann am Ende sein wird, wird man sehen."
Am kommenden ZAT bekommt es Lubin mit
Slask Wroclaw (H), Cracovia Kraków (A) sowie
Jagiellonia Bialystok (H) zu tun.
Von Platz 1-5 ist alles möglich
Vor dem letzten Spieltag ist für Cracovia Krakau noch so ziemlich alles möglich. Es kann noch runter auf Platz 5 gehen, aber rein rechnerisch ist auch noch der Meistertitel drin. Trainer Wesenberg hält aber bei der letzten PK der Saison den Ball flach: "Realistisch gesehen werden wir wohl Vierter oder Fünfter. Mit Lubin und Gdansk habe ich die beiden Topfavoriten für diese Saison ausgemacht. Beide verfügen noch über die größten Reserven. Auch Jaga und Belchatow haben noch Außenseiterchancen. Wir müssen sehen, dass wir zumindest 6 Punkte holen, dann könnte die Qualifikation zur Champions League drin sein. Das wäre nach der letztjährigen Grottensaison schon mal ein Erfolg."
Zumal ein Titel in dieser Saison bereits eingefahren ist: Cracovia Krakau gewann das Finale im Puchar Polski gegen Zaglebie Lubin mit 5:4. Die Pokalfeier musste aber vorerst verschoben werden. Zu wichtig ist die Vorbereitung auf die letzten drei Spiele in dieser Saison.
Spürbarer Druck
Gdansk - Punktgleich mit dem Tabellenführer. Das ist ein Stand vor dem letzten ZAT, den sich eigentlich kein Spieler wünschen kann. Dieser produziert Druck, welcher sich ganz schnell negativ auf das Ergebnis der nächsten Spiele auswirken kann. Trotzdem hofft man darauf, dass Lechia die Saison auf dem Thron beenden kann.
"Arka ist der härteste Gegner auf diesem Wege", bestätigte der Trainer am Wochenende viele Sorgen der Fans auf der Pressekonferenz. "Sie können uns nun ein wichtiges Bein stellen und das werden sie beim Derby auch mit allen Mitteln versuchen."
Die Konkurrenz aus der Nachbarstadt könnte tatsächlich trotz ihrer schlechten Saison noch eine wichtige Rolle bei der Vergabe der polnischen Krone spielen. Rein theoretisch erwarten Lechia drei Heimspiele in den letzten drei Spielen, doch das erste davon sollte hart umkämpft sein.
Auch das vorletzte Spiel gegen SVKOWEGER sollte umkämpft sein. "Nach dieser tollen Saison kann ich mir vorstellen, dass GKS auch die letzten Punkte mitnehmen und an der Tabellenspitze bleiben möchte", so Kai am Dienstag. "Das wird ein interessantes Duell."
Im letzten Spiel kommt dann noch der Knüller gegen den amtierenden Meister aus Lubin. Obwohl leicht abgeschlagen auf Platz 4, muss sich auch Trainer Floyd noch ein paar Chancen auf eine Titelverteidigung ausrechnen. "Wir sind vorbereitet", ließen alle Spieler verlautbaren.
Den Experten im Norden macht vor allem Angst, dass sich die Mannschaft überschätzen könnte und am Ende womöglich noch außerhalb der Championsleague-Plätze landet. Doch davon will der Trainer nichts wissen: "Die Championsleague ist schön und gut. Hier geht es darum sich für die konstante Arbeit eines ganzen Jahres zu belohnen. Und das ist nur mit dem Titel in Polen möglich, wenn man sich unsere Ausgangslage ansieht."
Anscheinend hält Trainer Kai nicht viel davon, Druck von den Spielern zu nehmen..
Finaler Zat
So darauf arbeitet man das ganze Jahr hin, dafür macht man mit. Der finale Zat. Es ist noch nichts entschieden. Jagiellonia Bialystok belegt derzeit den fünften Tabellenplatz und hat noch alle Möglichkeiten. Sogar die Meisterschaft ist noch drin. Hierfür müsste zwar alles optimal laufen, aber es ist im Bereich des Möglichen. Drei Punkte trennen die ersten fünf Mannschaften derzeit und diese Spannung sucht wahrscheinlich seinesgleichen in den anderen Ligen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Jeder will gewinnen, sodass der Tabellenführer oft gestürzt wird. Was nun schlussendlich bei rauskommt, bleibt abzuwarten, aber fest steht, dass der Gewinner, die polnische Liga, die Ekstraklasa, ist, da diese an Atraktivität gewonnen hat und auch international immer wieder für Furore sorgt. So macht das Spielen von Torrausch Spaß und lässt die Leute sprichwörtlich am Ball bleiben...