bereits aus, als hätte jemand die Mannschaften in einen Mixer geworfen und auf „Chaos“ gestellt.
An der Spitze thront überraschend Widzew Łódź mit 19 Punkten. Die Experten reiben sich die Augen, die Fans reiben sich die Hände und die Gegner reiben sich nach den Niederlagen vermutlich etwas ganz anderes.
Direkt dahinter lauern Cracovia Kraków und Górnik Zabrze mit jeweils 18 Punkten. So eng ist es da oben, dass man für einen Blick auf Platz 1 inzwischen einen Termin vereinbaren muss.
Im Mittelfeld herrscht dagegen reger Betrieb. Lech Poznań steht zwar auf Platz 4, besitzt aber ein Torverhältnis von minus 1. Das ist ungefähr so, als würde man einen Marathon gewinnen und dabei rückwärts laufen.
Die größte Überraschung liefert jedoch PGE GKS Bełchatów. Von Platz 9 auf Platz 5 gesprungen – vermutlich hat dort jemand entdeckt, dass Tore auch auf der gegnerischen Seite zählen.
Am Tabellenende versucht Pogoń Szczecin herauszufinden, warum acht Punkte für die Meisterschaft vielleicht doch etwas wenig sind.
Besonders spannend ist der TK-Wert. Der Ligadurchschnitt liegt bei 43,9. Einige Teams bewegen sich so nah am Durchschnitt, dass Statistiker bereits von einer Verschwörung sprechen. Andere wiederum scheinen den Zufallsgenerator persönlich beleidigt zu haben.
Fazit nach drei Spieltagen: Noch neun Spieltage sind zu spielen, niemand weiß etwas, jeder glaubt alles und die Tabelle wird wahrscheinlich nächste Woche ohnehin wieder komplett auf den Kopf gestellt.
Kurz gesagt: Die Ekstraklasa liefert genau das, was wir lieben – Drama, Überraschungen und jede Menge Gründe, warum Tabellenrechner niemals arbeitslos werden. ⚽?